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Leasing
In Deutschland ist Leasing von großer wirtschaftlicher Bedeutung - mittlerweile ist das Leasing die wichtigste Außenfinanzierungsalternative neben dem Kredit.
Vielmals wird Leasing fälschlicherweise als eine Art der Finanzierung verstanden und sogar als Kreditform wahrgenommen. Leasing ist jedoch eine Form der Vermietung und wird ebenso zivilrechtlich eingeordnet. Denn rein systematisch betrachtet wird beim Leasing eine Gebrauchsüberlassung eines Wirtschaftsgutes gegen Entgelt durchgeführt. Man erwirbt also den geleasten Gegenstand nicht, man „mietet“ diesen nur. Fokussiert auf den jeweiligen Bereich steht also Leasing für eine Überlassung oder die Vermietung einer Mobilie oder Immobilie über einen bestimmten Zeitraum.
Ferner wird beim Leasing nach der Verwertung unterschieden nach Finance-Leasing und Operated Leasing
Dies bedeutet im Falle des Finance-Leasing, dass hier dem Leasingnehmer das Investitionsrisiko übertragen wird. Der Leasinggeber hat hierbei in der Regel kein Interesse den Gegenstand nach der Leasinglaufzeit zu übernehmen. Diese Leasingform zeichnet sich durch eine feste Grundleasingdauer ohne Kündigungsrecht für einen maßgeblichen Zeitraum der Nutzungsdauer - das bedeutet auch: das Investitionsrisiko trägt der Leasing-Nehmer. Dies beinhaltet, dass der Leasingnehmer die Kosten für Wartung oder beispielsweise Versicherung ebenfalls trägt. Vorteilhaft für den Leasingnehmer ist, dass der Gegenstand zumeist eine Spezialanfertigung für den Nutzer ist und von keinem anderen genutzt wird.
Interessant an dieser Art des Leasings sind die verschiedenen Möglichkeiten für Optionen nach der Leasingdauer: so ist es zum Beispiel möglich das Gut zu kaufen, zurückzugeben oder auch im Anschluss weiter zu finanzieren.
Jedoch die Kapitalbeschaffung für den Leasinggegenstand sowie das damit verbundene Kreditrisiko trägt hierbei der Leasinggeber. Diese Leasingform ist grundsätzlich für alle Güter der Investition geeignet und anwendbar.
Bei dieser Art des Leasings wird eine Vollamortisation erlangt - das heißt: die Investitionskosten des Leasinggebers werden durch das Leasing (die Leasingzahlungen) des Leasingnehmers gedeckt.
Leasing ist aus mehreren Gründen vorteilhaft:
Leasing hat einen signifikanten steuerlichen Effekt: So sind Leasingraten im Firmenleasing als Betriebsausgaben voll absetzbar. Würde man dies einer Investition durch Eigenkapital vergleichen, so wären hier nur die Abschreibungen steuermindernd.
Leasing wirkt auf die Liquidität positiv: da das Leasingobjekt von der Leasinggesellschaft finanziert wird, kann mit dem Leasing-Objekt Ertrag erwirtschaftet werden und die Kosten werden über einen Zeitraum genau verteilt.
Leasing bringt gegenüber der Finanzierung Flexibilität in besonderem Maße: Leasingobjekte können rein nach den Bedürfnissen des Leasingnehmers hergestellt sein, die Wartung und Instandhaltung, aber auch die Weiterverwertung nach Ablauf der Leasingdauer können frei definiert werden.
Leasing ist praktisch im Wettbewerb: gerade beim Firmenleasings aber auch für den Privatgebrauch besteht der besondere Vorteil der Aktualität des Leasingobjekts durch flexible Laufzeiten – das heißt, eine PKW Flotte kann durch kurze Laufzeiten immer problemlos auf dem neuesten Stand gehalten werden.
Leasing bietet Planungssicherheit: Es können die Investitionen genau kontrolliert werden und Anschaffungen stets aktuell gehalten.
Hierbei gibt es verschiedene Leasingverträge mit folgenden zugrundeliegenden Methoden zum Beispiel:
Teilamortisationsvertrag
Dies ist ein Vertragsmodell bei dem die Leasingraten nur auf einen Teil der Anschaffungskosten geleistet werden. Der Vorteil ist hierbei, die deutlich niedrigeren Raten als bei einer Vollamortisation. Dennoch bleibt kalkulatorisch ein Restwert – auf den ja während der Vertragsdauer keine Zahlungen geleistet werden. Nachteilig ist jedoch, dass die Investitionen für die Restwerthöhe in eine ungewisse Zukunft verschoben werden.
Vollamortisation
Hierbei werden die Kosten des Leasinggebers durch die Zahlungen des Leasingnehmers gedeckt – also die Investitionskosten amortisiert. Oftmals wird hierbei die Kauf- und Verlängerungsoption kombiniert.
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